Die Zeit der Weimarer Republik

Die Zeit der Weimarer Republik

Der Zusammenbruch des Jahres 1918 und das Ende der Monarchie im Deutschen Reich stellten den VDSt vor eine entscheidungsvolle Frage. Für viele wurde es eine Gewissensfrage, wie man sich als Anhänger der Monarchie zur neuen Staatsform

Der Zusammenbruch des Jahres 1918 und das Ende der Monarchie im Deutschen Reich stellten den VDSt vor eine entscheidungsvolle Frage. Für viele wurde es eine Gewissensfrage, wie man sich als Anhänger der Monarchie zur neuen Staatsform stellen sollte.

Viele Alte Herren dienten dem jungen Staat als Beamte und bekleideten höchste Staatsämter, so z.B. Walter Szagunn, Otto Hoetzsch, Wilhelm Heile, Ferdinand Friedensburg und Rudolf Nadolny. Die Arbeiten und Ideen vieler VDSter hätten zu einem wichtigen Instrument gegen die Arbeitslosigkeit in der Weltwirtschaftskrise werden können, wären sie nicht durch die Regierungsübernahme des Herrn v. Papen beendet worden.
Unter dem Einfluß von Professoren wie Carl Schmitt forderte die damalig Generation von Aktiven die totale Demokratie und eine unmittelbar vom Vertrauen getragene politische Führung. In der Folge der maßlosen Kriegspropaganda aller am Ersten Weltkrieg beteiligten Staaten und des Versailler Friedensdiktates waren die VDSter der 20er und 30er Jahre wohl sehr national, aber nie extrem. Am 15.12.1927 betrug die Zahl der studentischen Mitglieder 1870 in 42 Bünden.