Unser Studentenwohnheim Das Studentenwohnheim des VDSt in Marburg wurde 1929 erbaut, in den Achtzigern grundsaniert und bietet Studienanfängern eine kostengünstige und universitätsnahe Möglichkeit in Marburg zu wohnen. Die meisten Einrichtungen der Philipps Universität Marburg lassen sich zu fuß schnell erreichen oder man fährt bequem mit dem Bus zu allen Fachbereichen. Die Bushaltestelle liegt direkt neben dem Haus. Diese Zentrale Lage in der Marburger Oberstadt ermöglicht ein schnelles und unkompliziertes Einkaufen für den täglichen Bedarf. Der Marburger Stadtkern ist genau 5 Minuten Fußmarsch entfernt und man hat trotzdem den Eindruck im Grünen zu wohnen. Diese reizvolle Lage des Studentenwohnheims und seine gleichzeitige Nähe zum Marburger Schloss mit seinen wunderschönen Grünanlagen bieten viel Raum für eine interessante Lebensgestaltung.
Das Leben in unserer Gemeinschaft von Studenten aus vielerlei Fachrichtungen und unterschiedlichen Alter, hilft Studienanfängern schnell über die ersten Schwierigkeiten hinweg. Dieses Gemeinschaftsleben ist vom Grund auf völlig anders als das alleine Leben in einer 15 qm² Wohnung. Der Umgang mit den anderen fremden Hausbewohnern und die allgemeine neue Situation des Selbständigseins sind sowohl ungewohnt als auch lehrreich. In dieser Gemeinschaft lernt man schnell die Softskills, die einem im Studentenleben und später im Berufsleben immer einen Schritt vor seinen Mitbewerbern bleiben lassen. Durch gemeinsame Veranstaltungen entwickeln sich die fremden Mitbewohner schnell zu Freunden, deren Freundschaft ein Leben lang hält. Anders als im universitären Leben werden unsere Freundschaften auch nach dem Studium belebt und die Kontakte gepflegt.
Weitere Infos zum Studium in Marburg und günstige Zimmer . Ein Blick über den Tellerrand Mindestens zweimal im Semester finden auf dem Haus des VDSt Marburg öffentliche Vorträge hochkarätiger Referenten statt, die in unterschiedlichsten Bereichen tätig sind. Immer wieder sind dies Universitätsprofessoren wie zum Beispiel der angesehene Jurist Prof. Dr. Dr. h.c. Gilbert Gornig vom Institut für Öffentliches Recht in Marburg. Doch auch Vertreter aus Wirtschaft und Gesundheitswesen kommen zu Wort. So berichtete der Klinikleiter außer Dienst und selbst Mitglied im VDSt, Prof. Dr. med. Dietrich Höffler, über Notwendigkeit und mögliche Abhilfe hinsichtlich der Bezahlbarkeit moderner Medizin.
Weitere Beiträge werden durch wichtige Persönlichkeiten aus Marburg beigesteuert. Neben unserem Oberbürgermeister außer Dienst, Dietrich Möller, war beispielsweise der damalige Polizeichef Adolf Walter Schürg zu Gast und referierte zum Thema „Die Polizei im demokratischen Verfassungsstaat“. Der Schwerpunkt der Vortragsabende liegt jedoch im politischen Bereich. Ein Höhepunkt war sicherlich der Besuch von Prof Dr. Dr. h.c. Ferdinand Friedensburg, der sich als Vizepolizeichef in Berlin in den Zeiten der Weimarer Republik für die Einhaltung der rechtsstaatlichen Prinzipien einsetzte und dadurch den Unmut der Nationalsozialisten auf sich zog. Friedensburg, selbst im VDSt engagiert, wurde nach dem Krieg der letzte Berliner Oberbürgermeister vor der Teilung der Stadt. (mehr: Link auf „Im Netzwerk zum Erfolg“). Aus dem aktuellen politischen Geschehen referierten unter anderem der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Dr. Herrmann Otto Solms (FDP) oder auch Hartmut Nassauer, der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament. Des Weiteren zu Gast waren Frank Gotthardt, zu diesem Zeitpunkt parlamentarischer Geschäftsführer der CDU in Hessen und Dr. Ludwig Biewer, Leiter des politischen Archivs des Auswärtigen Amts und seines Zeichen ebenfalls Mitglied im VDSt. Auch in den zukünftigen Semestern ist der VDSt Marburg bestrebt, interessante Beiträge renommierter Persönlichkeiten anzubieten. Ein Besuch bei uns lohnt sich also auf jeden Fall! Abhängen können andere - wir unternehmen etwas! Während eines jeden Semesters ist es uns wichtig, vieles miteinander zu unternehmen und zu erleben. So stehen z.B. Fahrten in zahlreiche andere Städte Deutschlands auf dem Programm, die finanziell unterstützt werden. Die entstehenden Kosten für alle Mitfahrenden sind somit sehr gering. Da wir an über 30 deutschen Hochschulstandorten mit eigenen Wohnheimen vertreten sind, in denen eigene Gästezimmer bereitstehen, ist die Unterbringung kostenlos.
Zu den gemeinsamen Aktivitäten zählen aber nicht nur Fahrten in andere Städte. Da wir zusammen in Marburg studieren und wohnen, nutzen wir, was uns die Stadt zu bieten hat. So sind gelegentliche Kinobesuche angesagt und natürlich kommt das nächtliche studentische Leben bei der großen Kneipendichte nicht zu kurz! Veranstaltungstechnisch steht eine Vielzahl von Clubs zur Auswahl. Gemeinsame sportliche Betätigungen sind ebenfalls Bestandteil unseres Semesterablaufs. Ob dabei unter einzelnen ein gemeinsames Lauftraining oder eine Fahrradtour verabredet wird oder alle zusammen Bowlen gehen, sind nur wenige Beispiele der vielseitigen Sportangebote in Marburg. In den vergangenen Semestern fand jeweils im Wintersemester eine Weinverkostung in unseren Räumlichkeiten statt. Dies sind gemütliche Abende, bei denen man neben dem Genuss immer wieder etwas neues dazu lernen kann. Weitere interessante Termine aus dem Wintersemester sind der Grillabend zum Nikolaustag, der Federweißer-Abend mit Zwiebelkuchen oder auch die Feuerzangenbowle mit dem gleichnamigen Film. Jede dieser Veranstaltungen war bis jetzt ein Erlebnis! Weiter ist der Zigarrenabend zu nennen, der kürzlich stattfand und bei allen Beteiligten große Begeisterung auslöste. Selbst Nichtraucher konnten nicht widerstehen und waren überwiegend angetan, was hoffen lässt, dass weitere Zigarrenabende stattfinden werden. So sind wir ständig darauf bedacht, etwas Neues in unseren Semesteralltag aufzunehmen. Vielfalt ist Trumpf Nach Aristoteles ist der Mensch von Natur aus ein nach politischer Gemeinschaft strebendes Wesen. Politik bedeutet das Zusammenleben von Individuen, die ihre eigenen Ziele verfolgen und ein intaktes soziales und gemeinschaftliches Dasein führen. Durch die Möglichkeit mit Studenten aus verschiedensten Fakultäten und unterschiedlichem Alter zu reden und zu diskutieren, erhältst Du schnell einen Einblick in die Sichtweisen und Erfahrungen anderer. Du bringst Dich und Dein Wissen mit in das Zusammenleben ein und stärkst Dein politisches Denken und Wissen. Du lernst Menschen aus allen Teilen Deutschlands und der Welt kennen und erfährst neue Eindrücke dieser Welt. Mit dem Besuch von verschiedenen Veranstaltungen, erhältst Du Einblicke in Interessante Themen, die Dir als einzelner Student ansonsten verborgen bleiben würden. Ob dies Vorträge mit unterschiedlichen Fachbereichthemen und Interessante Persönlichkeiten der heutigen Zeitgeschichte oder verschiedene Fahrten durch Deutschland sind. Überall wirst Du Erfahrungen machen können, die Dich von anderen Studenten abheben. Die Gelegenheit bei anderen VDSt Studentenwohnheimen kostenlos unter zu kommen, öffnet Dir den Weg auch Freundschaften außerhalb Marburgs zu knüpfen und zu erleben, dass Du einer großen und starken Gemeinschaft mit 3.600 Mitgliedern angehörst. Unserer Gemeinschaft gehören nicht nur aktive Studenten an. Du triffst oft auf ehemalige Studenten, die nun im Berufsleben stehen oder in Pension sind. Sie alle zieht es immer wieder zurück, um frühere Komilitionen und Freund wieder zu treffen. Diese Lebenslange Verbundenheit mit dem VDSt Marburg gibt Dir Gelegenheit Kontakte zu knüpfen und Dir ein persönliches Netzwerk aufzubauen, das Dir Praktikumsplätze arrangieren kann oder aus dessen Erfahrungsschatz Du Dich bedienen kannst. Du lernst bei uns einen gesunden Umgang mit einem vielfältigen sozialen Umfeld, Deine eigenen Ziele zu verfolgen, Dich in einer Gemeinschaft als Teammitglied zu behaupten und als selbständiger Mensch in Eigenverantwortung zu leben. Interessiert? Dann kontaktiere uns über das Kontaktformular . Die Aktivitas des VDSt Marburg
 Gründung Am 11. Mai 1886 gründeten neun Studenten unter dem Vorsitz von stud. phil. Th. Reichardt den VDSt Marburg. Die neu geschaffene Satzung des Vereins musste dem Rektor zur Genehmigung vorgelegt werden, welche nach einiger Zeit auch erteilt wurde. Der Bund errang in den folgenden Jahren eine geachtete Stellung in der - seinerzeit nur 1000 Personen umfassenden - Marburger Studentenschaft. Bereits auf der VT im Jahre 1895 wurde der VDSt Marburg erstmalig zum Vorort des Kyffhäuser-Verbandes gewählt. In den folgenden Jahren wurde besonders die korporative Grundeinstellung betont, die den Kneipen, dem Fechten (auf der VT 1897 wurde dem VDSt Marburg die Anschaffung schwerer Waffen gestattet) und dem Sport einen breiten Raum innerhalb des Bundeslebens einräumte. Ab 1901 konnten Veranstaltungen in dem bundeseigenen Kasino im „Fronhof“ abgehalten werden. Während der ersten drei Jahrzehnte seines Bestehens war das Wirken des Marburger Bundes durch die zielbewusste Mitarbeit an der inneren und äußeren Gestaltung des Kaiserreiches bestimmt. Diese politische Arbeit fand ihren Ausdruck in der Einrichtung ständiger staatswissenschaftlicher und sozialpolitischer Arbeitsgemeinschaften sowie in der Beteiligung und Förderung völkischer Einrichtungen wie dem Ostmarken-Verein, dem Deutschen Kolonialverein, dem Schulverein und dem Flottenverein. Eine Vielzahl öffentlicher Veranstaltungen und eine ständige Vortragstätigkeit gab dieser Arbeit eine weit über den Rahmen eines herkömmlichen Bundes hinausgehende Bedeutung.
Erster Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg forderte auch unter den Marburger VDStern zahlreiche Opfer. In der problematischen Zeit der ersten Nachkriegsjahre erwies sich die bundesbrüderliche Gemeinschaft als unschätzbarer Wert. Mit 120 Mitgliedern konnte der Bund im Jahre 1919 erneut den Vorort übernehmen. Die Gründung des „Schwarzen Rings“ (Kyffhäuser-Verband, Sondershäuser Verband, Akademischer Turnbund), der Aufbau des Hochschulrings deutscher Art und die Errichtung der Grenzlandstiftung waren die herausragenden Ergebnisse der Verbandsarbeit dieses Jahres. Während der Märzunruhen 1920 zog der Bund mit dem Marburger Studentencorps nach Thüringen. Im gleichen Jahr konnte ein eigenes Haus in der Sybelstraße 10 bezogen werden. In den folgenden Jahren rückten mehr und mehr die Grenzlandförderung, Deutschtumsfragen und die Auseinandersetzungen mit den politischen Strömungen in der Weimarer Republik in den Vordergrund des politischen Lebens. Im Bundesleben errang die Leibesertüchtigung einen bevorzugten Platz. Zudem konnte unter großen finanziellen Opfern das heutige VDSt-Haus in der Lutherstraße 2 ½ erbaut und am 25. Mai 1929 eingeweiht werden. Weimarer Republik / Zweiter Weltkrieg Obwohl die Ideen des Nationalsozialismus schon in der Zeit vor der nationalsozialistischen Machtübernahme Eingang in die Aktivitas und Altherrenschaft gefunden hatten, konnte dem Bund seine traditionsbewusste Eigenständigkeit nur allmählich unter dem Zwang der allgemeinen Entwicklung an den deutschen Hochschulen streitig gemacht werden. Während des Zweiten Weltkrieges blieb der Altherrenbund – auch ohne eine Aktivitas als Kristallisationspunkt – ein fest gefügter Freundschaftsbund. Nachkriegszeit Am 28. Juni 1949 wurde der aktive Bund unter dem Namen „Freie Akademische Vereinigung ,Die Staufer'“ neu gegründet. Er bestand ausschließlich aus Kriegsteilnehmern, denen das eigene Erleben des geistigen und materiellen Chaos des Zusammenbruchs als Grundlage diente, die für die Zukunft des Bundes entscheidenden Beschlüsse nach bestem Wissen und Gewissen anzugehen. Unter diesen Vorzeichen konnte der Bund schon auf der VT 1951 einen fest umrissenen Standpunkt vertreten, der auf dem Grundsatz der politischen Betätigung im Bund und als Bund basierte. Zudem bekannte sich der VDSt Marburg zu dem Wahlspruch „Mit Gott für Volk und Vaterland!“ und zu den Farben Schwarz-Weiß-Rot. Nach langwierigen Verhandlungen konnte das Haus in der Lutherstraße auf der Maikneipe 1952 als erstes Verbindungshaus Marburgs wieder feierlich in Besitz genommen werden. Im gleichen Semester fand die Königsberger Altherrenschaft im Marburger Bund eine „stellvertretende Aktivitas“ bis in Mainz ein eigener Bund ins Leben gerufen werden konnte. Mit einer starken Aktivitas gerüstet, übernahm der VDSt Marburg in den Jahren 1953/54 und 1960/61 für jeweils ein Jahr den Vorort des Verbandes. In der Studentenschaft mit ihren zum Teil scharfen Gegensätzen hatte sich der Bund bald eine respektierte Mittelposition erarbeitet. Siebziger Jahre bis heute Während die Jahre bis Anfang der Siebziger zufrieden stellend verliefen, führten zahlreiche Schwierigkeiten zu einer Suspendierung des aktiven Bundes im Jahre 1978. Doch bereits im Frühjahr 1979 konnte eine neue, hoffnungsvolle Aktivitas gebildet werden. Anfang der Achtziger ließ der Heimverein das mit lediglich vier Aktivenzimmern ausgestattete und damit unrentabel gewordene Haus umbauen. Seither verfügen die Räumlichkeiten des VDSt Marburg über dreizehn Wohneinheiten, von denen neun mit einem eigenen Bad ausgestattet sind. Auch der Kneipsaal wurde neu gestaltet und um eine gemütliche Bar erweitert. Unter diesen Vorzeichen konnte das 100. Stiftungsfest - nicht zuletzt durch das Engagement der beteiligten Bundesbrüder - als eine denkwürdige Veranstaltung in die Geschichte des Bundes eingehen. Auf der 110. VT in Münster wurde der VDSt Marburg für das Amtsjahr 1991/92 ein weiteres Mal zum Vorort gewählt. Der Marburger Bund erfreut sich weiterhin eines regen Lebens, das vor allem durch facettenreiche Vorträge, politisches Interesse, gemeinsame Unternehmungen und natürlich durch die Pflege des korporationsstudentischen Brauchtums geprägt ist. Dies konnte mit dem gut besuchten 120. Stiftungsfest im Jahre 2006 erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. |