- Wohlauf! es ruft der Sonnenschein
hinaus in Gottes Welt! |: geht munter in die Welt hinein und wandelt übers Feld! :|
- Es bleibt der Strom nicht ruhig stehn,
gar lustig rauscht er fort. |: Hörst Du des Windes muntres Wehn? Es braust von Ort zu Ort. :|
- Es reist der Mond wohl hin und her,
die Sonne ab und auf, |: guckt über'n Berg und geht ins Meer, nie matt in ihrem Lauf. :|
- Und Mensch, du sitzest stets daheim
und sehnst dich nach der Fern'; |: sei frisch und wandle durch den Hain und sieh die Fremde gern! :|
- Wer weiss, wo dir dein Glücke noch blüht:
so geh und such es nur! |: der Abend kommt, der Morgen flieht; betrete bald die Spur! :|
- Lass Sorgen sein und Bangigkeit,
ist doch der Himmel blau! |: Es wechselt Freude stets mit Leid: dem Glück nur vertrau! :|
- Soweit dich schliesst der Himmel ein,
gerät der Liebe Frucht, |: und jedes Herz wird glücklich sein und finden, was es sucht. :|
Ludwig Tieck; Weise: Bernhard Wesseley
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