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Üb' immer Treu und Redlichkeit |
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- Üb' immer Treu und Redlichkeit
bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab.
- Dann wirst du wie auf grünen Au'n,
durch's Pilgerleben geh'n dann kannst du sonder Furcht und Grau'n dem Tod ins Antlitz seh'n.
- Dann wird die Sichel und der Pflug
in deiner Hand so leicht, dann singest du beim Wasserkrug, als wär' dir Wein gereicht.
- Dem Bösewicht wird alles schwer,
er tue was er tu, ihm gönnt der Tag nicht Freude mehr, die Nacht ihm keine Ruh.
- Der schöne Frühling lacht ihm nicht,
ihm lacht kein Ährenfeld, er ist auf Lug und Trug erpicht, und wünscht sich nichts als Geld.
- Der Wind im Hain, das Laub im Baum
saust ihm Entsetzen zu, er findet, nach des Lebens Raum im Grabe keine Ruh.
- Drum übe Treu und Redlichkeit
bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab!
- Dann suchen Enkel deine Gruft
und weinen Tränen drauf, und Sonnenblumen, voll von Duft, blüh'n aus den Tränen auf.
Ludwig Hölty; Weise: W. A. Mozart
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