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Nicht der Pflicht nur zu genügen |
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- Nicht der Pflicht nur zu genügen, was sie fordert und verlangt,
nicht der Stunde nur zu leben, was sie nimmt und was sie dankt, – Freunde, einem stolzern Wollen gelte unsres Tages Lauf: |: Über Sturm und über Wolken Sonn entgegen trag's uns auf! :|
- Sonn entgegen aus des Alltags sorgendumpfen Nebelspuk,
mit der Siegkraft trotzger Jugend über Not und Last und Druck. Und wenn andere töricht finden, was sie uns so »träumen« sehn, |: unsre Losung sei und bleibe, nie im Alltag aufzugehn! :| - Gib dem Menschen, was des Menschen, doch laß Gott, was Gott gehört;
nicht dem Kampf nur um dein Morgen, auch dir selbst sei etwas wert! Auch dir selbst, Freund, und der Jugend, die so stolz die Stirn dir schirmt |: und auf Feuerflügeln jauchzend unsre Seelen aufwärts stürmt! :| - Heute drum, so lang ein froher Jugendmut uns führt zum Sieg,
Darum Brüder laßt uns wählen: mit wem Frieden, mit wem Krieg! Freunde, Männer laßt uns werden, die da stolz im Alltag stehn, |: treu und furchtlos, festverschworen, nie im Alltag aufzugehen! :|
Cäsar Flaischlen, 1894
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