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Es saßen beim schäumenden, funkelnden Wein |
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- Es saßen beim schäumenden, funkelnden Wein
drei fröhliche Burschen und sangen; so schallte und brauste das Jubellied, |: und lustig die Becher erklangen. :| - Der Erst', ein Jüngling mit dunklem Haar,
hob hoch in der Rechten den Becher: "Dem Vater Rhein, der den Wein uns erzog, |: ein donnerndes Vivat, ihr Zecher!" :| - "Es lebe der Rhein, es lebe der Rhein!"
so schallt' es hinaus in die Weite. Da griff in der Laute Saite und sprach |: mit blitzendem Auge der zweite: :| - "Hoch lebe die liebe Frau Musika!
Die haltet in Ehren, ihr Brüder! Es lebe Musik! Es lebe Gesang!" |: Laut klangen die Gläser wieder. :| - Und wie der festliche Ruf ertönt
noch zu des Gesanges Preise, da schwingt schon der dritte den Becher empor |: und spricht zu der Freunde Kreise: :| - "Was soll uns der Wein, was soll uns Gesang,
wenn die Liebe nicht innig im Bunde? Ihr Brüder, der Lieb' ein donnerndes Hoch, |: ein Hoch aus des Herzens Grunde!" :| - "Es lebe die Liebe, die Freundschaft hoch!"
So schallte es von Munde zu Munde; sie reichen die Hand sich und herzlichen Kuss |: und leeren das Glas bis zum Grunde. :|
Robert Keil, 1848
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