- Es hatten drei Gesellen
ein fein Kollegium; |: es kreiste so fröhlich der Becher in dem kleinen Kreis herum. :| - Sie lachten dazu und sangen
und waren froh und frei, |: des Weltlaufs Elend und Sorgen, sie gingen an ihnen vorbei. :| - Da starb von den dreien der eine,
der andere folgte ihm nach, |: und es blieb der dritte alleine in dem öden Jubelgemach. :| - Und wenn die Stund' gekommen
des Zechens und der Lust, |: dann tät er die Becher füllen und sang in voller Brust. :| - So saß er einst auch beim Mahle
und sang zum Saitenspiel, |: und zu dem Wein im Pokale eine helle Träne fiel. :| - "Ich trink' euch ein Schmollis, ihr Brüder!
Wie sitzt ihr so stumm und so still? |: Was soll aus der Welt denn noch werden, wenn keiner mehr trinken will?" :| - Da klangen der Gläser dreie
und wurden mählich leer: |: "Fiducit, fröhlicher Bruder!" - der trank keinen Tropfen mehr.:|
Elias Salomon, 1834; Weise: August Wilhelm Robert Briesewitz, 1834
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