- Der Sang ist verschollen,
der Wein ist verraucht, stumm irr' ich und träumend umher. |: Es taumeln die Häuser, vom Sturme umhaucht, es taumeln die Wellen ins Meer. :|
- Die Wolken sie tanzen,
manch' Sternlein fällt, hat tief in den Wolken gezecht; |: Ich steh wie ein Fels, wie die Angel der Welt, wie ein Kaiser in Freiheit und Recht. :|
- Und die Straßen durchirr ich,
die Plätze so schnell, ich klopfe von Hause zu Haus; |: Bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell, wer schützt mich vor Wetter und Graus? :|
- Ein Mägdlein winkt mir
vom hohen Altan, hell flackert im Winde ihr Haar. |: Ich schlag in die Saiten und schwing mich hinan, wie licht ist ihr Aug und wie klar! :|
- Und sie küßt mich und drückt mich
und lacht so hell; nie hab ich die Dirne geschaut. |: Bin ein fahrender Schüler, ein wüster Gesell, was lacht sie und küßt mich so traut! :|
(Kommersbuch für deutsche Studenten, Magdeburg, 1855); Weise: Wilhelm Sommer
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