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Brüder laßt uns lustig sein |
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- Brüder laßt uns lustig sein,
Weil der Frühling währet: Bricht der Jahre Winter ein, |: Ist die Kraft verzehret, :| Tag und Stunde weilen nicht; Dem der keine Rosen bricht, |: Ist kein Kranz bescheret. :|
- Unser junges Leben eilt
Mit verhängtem Zügel; Krankheit, Schmerz und Gram verweilt, |: Nur die Luft hat Flügel. :| Ob wir hier uns wiedersehn Und wie heut ein Fest begehn, |: Wer gibt Brief und Siegel? :|
- Wo sind jene, sagt es mir,
Die vor wenig Jahren Jung und fröhlich, so wie wir, |: Und voll Hoffnung waren? :| Ihre Leiber deckt der Sand, Sie sind weit von hier verbannt |: Aus der Welt gefahren. :|
- Wer nach unsern Vätern forscht,
Mag den Kirchhof fragen: Ihr Gebein, das längst vermorscht, |: Wird ihm Antwort sagen: :| "Nütz das Leben, brauch es bald; Eh' die Morgenglocke schallt, |: Kann die Stunde schlagen!" :|
Johann Christian Günther, 1717;Weise: Alfred Schlenker, 1926
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