- Bin ein fahrender Gesell,
Kenne keine Sorgen, Labt mich heut' ein Felsenquell, Tut es Rheinwein morgen. Bin ein Ritter lobesam, Reit' auf Schusters Rappen, Fuhr' den lockren Zeisighahn Und den Spruch in Wappen. |: Nur immer lustig Blut und leichter Sinn, (ja) futsch ist futsch und hin ist hin! :|
- Zieh ich in ein Städtchen ein,
Spür ich's im Gehirne, Wo man trifft den besten Wein Und die schönste Dirne. Spielmann lächelt wohlgemut, Streicht die Fiedel schneller, Und ich werf ihm in den Hut Meinen letzten Heller. |: Nur immer lustig Blut und leichter Sinn, (ja) futsch ist futsch und hin ist hin! :|
- Meister Wirt, darfst heut nicht ruhn,
Schlag heraus den Zapfen! Back, Frau Wirtin, mir ein Huhn Und zum Nachtisch Krapfen! Was ich heut nicht zahlen kann, Zahlen will ich's künftig, Darum schreibt's mit Kreide an, Wirt, und denk vernünftig. |: Nur immer lustig Blut und leichter Sinn, (ja) futsch ist futsch und hin ist hin! :|
- Wein' dir nicht die Äuglein trüb,
Mägdelein, vor Trauer! Fahrender Gesellen Lieb Ist von kurzer Dauer. Fahrender Gesellen Lieb Endet vor den Toren, Wein' dir nicht die Äuglein trub: Hast nicht viel verloren. |: Nur immer lustig Blut und leichter Sinn, (ja) futsch ist futsch und hin ist hin! :|
- Kommt ein Stern mit einem Schwanz,
Will die Welt zertrümmern, Leiert euren Rosenkranz, Mich soll's wenig kümmern. Wird dem Weltenbrand zum Raub Berg und Wald und Heide, Wird das Wirtshaus auch zu Staub, Schwarzes Brett und Kreide. |: Nur immer lustig Blut und leichter Sinn, (ja) futsch ist futsch und hin ist hin! :|
Rudolf Baumbach, 1879; Weise: Ludwig Keller, 1894
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