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Bemooster Bursche zieh ich aus |
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- Bemooster Bursche zieh´ ich aus,
behüt´ dich Gott, Philisterhaus! |: Zur alten Heimat geh´ ich ein, muss selber nun Philister sein! :|
- Fahrt wohl, ihr Straßen grad und krumm!
Ich zieh´ nicht mehr in euch herum, |: durchtön´ euch nicht mehr mit Gesang, mit Lärm nicht mehr und Sporenklang. :|
- Was wollt ihr Kneipen all´ von mir?
Mein Bleiben ist nicht mehr allhier; |: winkt nicht mit eurem langen Arm, macht mir mein durstig Herz nicht warm! :|
- Ei, grüß´ euch Gott, Kollegia!
Wie steht ihr in Parade da! |: Ihr dumpfen Säle groß und klein, jetzt kriegt ihr mich nicht mehr herein.
- Auch du, von deinem Giebeldach,
siehst mir umsonst, o Karzer, nach! |: Für schlechte Herberg´ Tag und Nacht sei dir ein Pereat gebracht! :|
- Da komm´ ich, ach! an Liebchens Haus;
o Kind, schau noch einmal heraus, |: heraus mit deinen Äuglein klar, mit deinem dunkeln Lockenhaar! :|
- Und hast du mich vergessen schon,
so wünsch´ ich dir nicht bösen Lohn; |: such dir nur einen Liebsten neu, doch sei er flott gleich mir und treu! :|
- Und weiter, weiter geht mein Lauf:
tut euch, ihr alten Tore auf! |: Leicht ist mein Sinn und frei mein Pfad; gehab dich wohl, du Musenstadt! :|
- Ihr Brüder, drängt euch um mich her,
macht mir mein leichtes Herz nicht schwer! |: Auf frischem Ross, mit frohem Sang, geleitet mich den Weg entlang! :|
- Im nächsten Dorfe kehret ein,
trinkt noch mit mir von einem Wein! |: Nun denn, ihr Brüder! sei´s, weil´s muss, das letzte Glas, der letzte Kuss! :|
Gustav Schwab, 1814; Weise: Albert Gottlieb Methfessel, 1820
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