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An den Rhein, an den Rhein PDF Drucken E-Mail
  1. An den Rhein, an den Rhein,
    zieh' nicht an den Rhein,
    mein Sohn, ich rate dir gut:
    da geht dir das Leben so lieblich ein,
    da blüht dir zu freudig der Mut!

  2. Siehst die Mädchen so frank
    und die Männer so frei,
    Als wär' es ein adlig Geschlecht;
    gleich bist du mit glühender Seele dabei,
    so dünkt es dich billig und recht.

  3. Und zu Schiffe, wie grüßen
    die Burgen so schön
    und die Stadt mit dem ew'gen Dom!
    In den Bergen, wie klimmst du zu schwindelnden Höh'n
    und blickest hinab in den Strom!

  4. Und im Strome da tauchet
    die Nix' aus dem Grund,
    und hast du ihr Lächeln geseh'n,
    und sang dir die Lurlei mit bleichen Mund,
    mein Sohn, so ist es gescheh'n:

  5. Dich bezaubert der Laut,
    dich betört der Schein,
    Entzücken fast dich und Graus.
    Nun sings du nur immer: Am Rhein, am Rhein!
    und kehrst nicht wieder nach Haus.

Karl Simrock, 1839; Weise: Gustav Pöthko, vor 1848
 
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