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Als noch Arkadiens goldne Tage |
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- Als noch Arkadiens goldne Tage mich jungen Burschen angelacht,
wie hab ich da in süßem Taumel die frohen Stunden hingebracht; leicht war mein Herz und leicht mein Wechsel, die gar zu bald davon gerauscht! Und doch hätt ich mit keinem Fürsten in jender Seligkeit getauscht; |: war selbst ein Fürst der Freude ja, o goldne Akademia! :|
- Zwar tät mein Vater häufig schreiben: Mein Sohn, geh ins Kollegium;
doch oftmals wider meinen Willen bracht mich der Zufall neckisch drum; bald galt's ein Fäßchen anzustecken, bald lag ich draußen auf Mensur! Die Lust am Zecken und am Pauken lieg in des Burschen Frohnatur. |: Wer schilt das krasse Füchslein da, o goldne Akademia! :| - Ging ich entlang die engen Gassen, aufs Haupt das Cerevis gedrückt,
hei, wie die schmucken Mädchen lachten, wenn freundlich ich emporgenickt; den Weibern wohlgewogen, als stets verliebter Musensohn, gern hätt ich aller Herz besessen, doch eines war mein eigen schon, |: des schönsten Mädchens, das ich sah, o goldne Akademia! :| - Ach, pfeilschnell flogen die Semester, ein altes Haus nennt man micht heut,
nun hat auch mir auf meine Locken der Winter seinen Reif gestreut; doch nimmer will ich dich vergessen, der holden Freiheit Paradies, die schönste Zeit in meinem Leben, da ich noch flotter Bursche hieß; |: stets bleib ich dir im Geiste nah, o goldne Akademia! :|
G.H. Schneider, 1890; Weise: Otto Lob, 1896
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