Zu Strassburg auf der Schanz |
| Geschrieben von: Weise: Friedrich Silcher |  |
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- Zu Strassburg auf der Schanz, da ging mein Trauern an;
das Alphorn hört' ich drüben wohl anstimmen, ins Vaterland musst' ich hinüberschwimmen, das ging gar nicht an.
- Ein Stund' wohl in der Nacht sie haben mich gebracht;
sie führten mich gleich vor des Hauptmanns Haus, ach Gott, sie fischten mich im Strome auf, mit mir ist's aus!
- Früh morgens um zehn Uhr stellt man mich vor das Regiment;
ich soll da bitten um Pardon, und ich bekomm' gewiss doch meinen Lohnm das weiss ich schon!
- Ihr Brü,der allzumal, heut' seht ihr mich zum letztenmal.
Der Hirtenbub ist doch nur schuld daran, das Alphorn hat mir splches angethan, das klang ich an.
- Ihr Brü,der alle drei, was ich euch bitt', erschiesst mich gleich;
verschont mein junges Leben nicht, schiesst zu, dass das rote Blut 'raus spritzt, das bitt' ich euch.
- O Himmelskönig, Herr, nimm du mein' arme Seel' dahin,
nimm sie zu dir in Himmel ein, lass sie ewig, ewig bei dir sein, und vergiss nicht mein!
Weise: Friedrich Silcher
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