Sängerleben |
| Geschrieben von: Melodie: Iper; Text: Th. Körner |  |
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- Gar fröhlich tret ich in die Welt
und grüß den lichten Tag; mit Sang und Liedern reich bestellt, sagt, was mir fehlen mag! Viel Menschen schleichen matt und träg ins kalte Grab hinein, doch fröhlich geht des Sängers Weg durch lauter Frühlingsschein.
- Natur, wie ist es doch so schön!
An deiner treuen Brust lieg ich auf deinen Zauberhöhn in stiller Liebeslust. Da wogt es tief und wunderbar, weiß nicht, wo ein, wo aus; doch endlich wird das Treiben klar und tobt in Liedern aus.
- Mit Liedestönen wach ich auf,
sie quellen sanft heran, die Sonne hoch am Himmel ’rauf trifft mich beim Singen an. Nicht rast ich, wenn der Tag verglüht, greif in die Saiten ein und grüße noch mit stillem Lied des Abends Dämmerschein.
- Und langsam steigt die Nacht herauf
aus tiefer Bergeskluft, da wacht mein Lied zum Himmel auf in klarer Sternenluft, bis sich in bunter Träume Reihn vergnügt des Sängers Blick; doch denk ich träumend auch allein an Sang und Dichterglück.
- Und wo ich wandre, hier und dort,
da duldet man mich gern; wohl mancher sagt ein freundlich Wort, doch immer muß ich fern; denn weiter treibt’s mich in die Welt, mich drückt das enge Haus, und wenn der Gott im Busen schwellt, muß ich ins Freie ’raus.
- Und frisch hinaus und frisch hinein,
durch Lebens Nacht und Tag, auf daß mich Freiheit, Lieb und Wein gar treu begleiten mag; ein freier Sinn in Lust und Weh schwelgt gern in Sang und Reim, und sag ich einst der Welt Ade, zieh ich in Liedern heim.
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