Beim Wein

Beim Wein

Geschrieben von: Melodie: Friedrich v. Wickede; Text: Friedrich Storck    PDF
  1. Fürwahr! uns ist der Wein beschert,
    daß wir ihn trinken sollen,
    und ist das alte Glas geleert,
    grüßt uns der Geist des vollen.
    Ein frisches Glas, Herr Schenke, heut,
    vom besten, den der Keller beut!
    Fürwahr! uns ist der Wein beschert,
    |: daß wir ihn trinken sollen. :|

  2. Stoßt an nach altem, gutem Brauch
    und laßt die Zecher leben!
    Gott hat den Wein und darum auch
    die Trinker ihm gegeben.
    Ein neues Glas, Herr Schenke, heut,
    der Wein des Menschen Herz erfreut!
    Stoßt an, nach altem, gutem Brauch,
    |: und laßt die Trinker leben! :|

  3. Was, Sorgen hin, was, Kummer her!
    ein Hoch dem Sorgenbrecher!
    Und wenn die Welt voll Sorgen wär,
    ein Hoch dem vollen Becher!
    Ein ander Glas, Herr Schenke, heut,
    und Rosen auf dem Pfad gestreut!
    Was, Sorgen hin, was, Kummer her:
    |: ein Hoch dem Sorgenbrecher! :|

  4. Grüß Gott, du Schenkentochter hold,
    willkommen, blühnde Hebe!
    Dir sei des Trinkers Gruß gezollt
    im Lied beim Saft der Rebe.
    Ein neues Glas, Herr Schenke, heut,
    wir sehn der Liebe Lenz erneut!
    Grüß Gott, du Schenkentochter hold,
    |: willkommen, blühnde Hebe! :|

  5. Wer nicht zum Becher greifen mag,
    der lasse sich begraben.
    So lang der Wein im Fasse lag,
    konnt er uns nimmer laben.
    Drum noch ein Glas, Herr Schenke, heut,
    Musik der Gläser, Festgeläut!
    Wer nicht zum Becher greifen mag,
    |: der lasse sich begraben. :|