Der Nibelungen Hort |
| Geschrieben von: Melodie: (um 1840); Text: Karl Simrock |  |
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- Es war einmal ein König,
ein König war’s am Rhein, der liebte nichts so wenig, als Haders Not und Pein. Es grollten seine Degen um einen Schatz im Land, und wären schier erlegen von ihrer eignen Hand.
- Da sprach er zu den Edeln:
„Was frommt euch alles Gold, wenn ihr mit euern Schädeln den Hort erkaufen sollt? Ein Ende sei der Plage! Versenkt es in den Rhein! Da bis zum jüngsten Tage soll es verborgen sein.“
- Da senkten es sie Stolzen
hinunter in die Flut. Es ist wohl gar geschmolzen, seitdem es da geruht. Vermählet mit den Wellen des Stroms, der drüber rollt, läßt es die Trauben schwellen und glänzen gleich dem Gold.
- Daß doch ein jeder dächte
wie dieser König gut, auf daß kein Leid ihn brächte um seinen hohen Mut: so senkten wir hinunter den Kummer in den Rhein und tränken frisch und munter von seinem Feuerwein.
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