Mailied |
| Geschrieben von: Melodie: Vinzenz Lachner; Text: Scheffel |  |
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- Es kommt ein wundersamer Knab
jetzt durch die Welt gegangen, und wo er geht, bergauf, bergab, hebt sich ein Glast und Prangen. In frischem Grün steht Feld und Thal, die Vögel singen allzumal, ein Blütenschnee und Regen fällt nieder allerwegen. Drum singen wir im Wald dies Lied mit Hei- und Tralaleien, |: wir singen’s weil es sprießt und blüht, :| wir singen’s, weil es sprießt und blüht, |: als Gruß dem jungen Maien. :|
- Den Mai ergötzt Gebrumm und Summ,
ist immer guter Laune, drum schwirren durch den Tann herum die Maienkäfer braune, und aus dem Moos wächst schnell herfür der Frühlingsblumen schönste Zier, die weißen Glocken läuten den Maien ein mit Freuden. Drum singen wir im Wald dies Lied mit Hei- und Tralaleien, |: wir singen’s, weil es sprießt und blüht, :| |: als Gruß dem jungen Maien. :|
- Ietzunder denkt, wer immer kann,
auf Kurzweil, Scherz und Minne; manch einem grauen Biedermann wird’s wieder jung zu Sinne. Er ruft hinüber übern Rhein: „Herzliebster Schatz, o laß mich ein!“ Und hüben tönt’s und drüben: Im Mai da ist gut lieben! Drum singen wir im Wald dies Lied mit Hei- und Tralaleien, |: wir singen’s, weil es sprießt und blüht, :| |: als Gruß dem jungen Maien. :|
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