Scheiden

Scheiden

Geschrieben von: Melodie: Mendelssohn, 1839; Text: Feuchtersleben, 1826    PDF
  1. Es ist bestimmt in Gottes Rat,
    daß man vom Liebsten, was man hat,
    muß scheiden,
    wiewohl doch nichts im Lauf der Welt
    dem Herzen, ach! so sauer fällt
    |: als scheiden. :|

  2. So dir geschenkt ein Knösplein was,
    so thu es in ein Wasserglas,
    doch wisse:
    blüht morgen dir ein Röslein auf,
    es welkt wohl schon die Nacht darauf,
    |: das wisse! :|

  3. Und hat dir Gott ein Lieb beschert
    und hälst du sie recht innig wert,
    die Deine,
    es wird nur wenig Zeit wohl sein,
    da läßt sie dich so gar allein;
    |: dann weine! :|

  4. Nun mußt du mich auch recht verstehn,
    nun mußt du mich auch recht verstehn:
    Wenn Menschen auseinandergehn,
    so sagen sie |: „auf Wiedersehn, auf Wiedersehn!“ :|