Wanderlied

Wanderlied

Geschrieben von: Weise: J. W. Lyra. 1843; Worte: Eichendorff, 1836    PDF
  1. Durch Feld und Buchenhallen
    bald singend, bald fröhlich still,
    |: recht lustig sei vor allem,
    wer’s Reisen wählen will: :|

  2. Wenn’s kaum im Osten glühte,
    die Welt noch still und weit,
    |: da weht recht durchs Gemüte
    die schöne Blütenzeit. :|

  3. Die Lerch als Morgenbote
    sich in die Lüfte schwingt;
    |: eine frische Reisenote
    durch Wald und Herz erklingt. :|

  4. O Lust, vom Berg zu schauen
    weit über Wald und Strom,
    |: hoch über sich den blauen,
    tiefklaren Himmelsdom! :|

  5. Vom Berge Vöglein fliegen
    und Wolken so geschwind;
    |: Gedanken überfliegen
    die Vögel und den Wind. :|

  6. Die Wolken ziehn hernieder,
    das Vöglein senkt sich gleich;
    |: Gedanken gehn und Lieder
    fort bis ins Himmelreich. :|