Wartburg

Wartburg

Geschrieben von: Weise: Otto Wildner, 1895; Worte: E. v. Wildenbruch    PDF
  1. Dunkles Thal zu meinen Füßen,
    nur zu Häupten lichte Höhn,
    |: o du Herz in Deutschlands Busen,
    Thüringen, wie bist du schön! :|

  2. Aus der Tiefe unabsehlich
    steigt des Waldes grüner Schwall,
    |: blauer Himmel rings darüber,
    Wonne, Wonne überall! :|

  3. Und vom Berg zum Thal hernieder
    lichter Zinnen froher Glanz,
    |: Wartburg, du auf Deutschlands Stirne
    bräutlich unberührter Kranz! :|

  4. Ob des Morgens süßes Lächeln
    jauchzend alle Lande weckt,
    |: ob des Mondes weicher Schimmer
    flimmernd Thal und Hügel deckt: :|

  5. Immer schön und immer lieblich,
    immer jung und immer neu,
    |: in der Nähe, in der Ferne
    meine Seele bleibt dir treu. :|