Kranzwirtschaft |
| Geschrieben von: Weise: F. H. Truhn; Worte: W. Wackernagel |  |
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- Der schönste Ort, davon ich weiß, das ist ein kühler Keller;
das schnellste Geld, davon ich weiß, das ist der letzte Heller; der rollt so hurtig und geschwind und ruht nicht ehr, als bis er find’t Rheinwein und Muskateller.
- Der schönste Wein, davon ich weiß, läßt sich den roten heißen,
und einen schönsten weiß ich noch, den nennt man nur den weißen: der eine hilft, der andre frommt, wer nur zur rechten Muße kommt, sich beider zu befleißen.
- Ein frischer Trunk vom Fasse her, darnach steht mein Verlangen;
die schönsten Häuser sind es doch, dran grüne Kränzle prangen; wo solch ein liebes Zeichen lacht, da ist mir recht in finstrer Nacht ein Sternlein aufgegangen.
- Und wer das Liedlein hat gemacht? Und wer es hat gesungen?
ein fahrnder Schüler hat’s erdacht, als ihn der Wein bezwungen; vor einem Faß, da ist sein Platz, ein volles Glas, das ist sein Schatz, es ist ihm wohlgelungen.
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