Frühlingswanderung

Frühlingswanderung

Geschrieben von: Weise: Pöthko, 1848; Worte: Wilhelm Müller, 1821    PDF
  1. Der Mai ist auf dem Wege, der Mai ist vor der Thür,
    im Garten, auf den Wiesen, ihr Blümlein, kommt herfür!

  2. Da hab ich den Stab genommen, da hab ich das Bündel geschnürt,
    zieh weiter und immer weiter, wohin die Straße mich führt.

  3. Und über mir ziehen die Vögel, sie ziehen in lustigen Reihn,
    sie zwitschern und trillern und flöten, als ging’s in den Himmel hinein.

  4. Der Wandrer geht alleine, zieht schweigend seinen Gang;
    das Bündel will ihn drücken, der Weg wird ihm zu lang.

  5. Ja, wenn wir allzusammen so zögen ins Land hinein!
    Und wenn auch das nicht wäre, könnt eine nur mit mir sein!