Sonnenschein

Sonnenschein

Geschrieben von: Weise: "Zu Heidelberg im Pfälzer Land"; Worte: Ernst Scherenberg    PDF
  1. Das giebt der Erde erst den Glanz und Weihe der Natur,
    macht ihr zum schönsten Feierkleid die blütenärmste Flur,
    macht ihr den Bach zum Perlenband, zum Schmuck den schlechtsten Stein:
    liegt leuchtend über aller Welt der goldne Sonnenschein!

  2. O doppelt glücklich, wem dann auch des Lebens Sonne glüht!
    Wer froh, mit freiem Wandersinn durch Wald und Auen zieht!
    Die Lerche schwingt sich jubelnd auf, und jauchzend stimmt er ein -
    liegt leuchtend über aller Welt der goldne Sonnenschein!

  3. Doch sank auch deines Tags Gestirn und ward es in dir Nacht,
    schau nur hinaus in Gottes Flur, wenn alles blitzt und lacht!
    Es schleicht sich aus ins ärmste Herz ein Strahl des Lichts hinein,
    liegt leuchtend über aller Welt der goldne Sonnenschein!