Im Glotterthal |
| Geschrieben von: Weise: Karl Schotte; Worte: Th. Harßewinkel |  |
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- Beim Adlerwirt im Glotterthal,
da hab ich brav gezecht: |: verhaßt ist mir und ganz zur Qual das nüchterne Geschlecht. :|
- Ich lobe mir den Morgenstern,
wenn heimgewanket wird, |: ich lobe mir den dicken Herrn, den braven Adlerwirt. :|
- Der schenkt uns Feuer, schenkt uns Blut
aus seinem Glotterthal, |: o Glotterthal, wie bist du gut! Wir trinken dich noch kahl. :|
- Heut liegt was Dürres in der Luft,
das Durst in Deutschland heißt, |: und aus dem Keller steigt ein Duft, der hier uns Rettung weist. :|
- Der Durst in uns, der sagt uns klar:
O Mensch, benutz die Zeit; |: entweichen siehst du Tag und Jahr mit großer Hastigkeit. :|
- Und morgen kommet naß und kühl
des Höllenwindes Hauch. |: Mir sagt’s ein dämmerndes Gefühl in meinem Hühneraug. :|
- Drum wer des Tages Ernst versteht,
der lobe mir nochmal, |: bevor die trockne Zeit vergeht, den Wein im Glotterthal! :|
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