Doppeltes Vaterland |
| Geschrieben von: Weise: F. G. Fesca; Worte: Wilh. Müller |  |
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- An der Elbe Strand
liegt mein Vaterland, lieb’s von ganzer Seele; aber meine Kehle ist zu Haus am Rhein, |: dürstet nur nach Wein. :|
- Wem es Freude schafft,
trinke Brüderschaft mit den kalten Fröschen; meinen Durst zu löschen, hol ich mir vom Rhein |: lebenswarmen Wein. :|
- Spricht ein kluger Mund,
Wein sei nicht gesund, ei! so trink er keinen. Doch mir will es scheinen, der den Geist erfreut |: thut dem Leib kein Leid. :|
- Mancher Medicus
trank sich aus dem Fluß Flüsse in die Glieder; Wein und frohe Lieder heißt mein Recipe |: wider jedes Weh. :|
- Und muß einst es sein,
sterb ich doch am Wein lieber als an Pillen. Vor dem letzten Willen leer ich erst mein Faß |: bis aufs letzte Glas. :|
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