Warnung vor dem Rhein |
| Geschrieben von: Weise: Pöthko, vor 1848; Worte: Karl Simrock, 1839 |  |
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- An den Rhein, an den Rhein, zieh nicht an den Rhein,
mein Sohn, ich rate dir gut; da geht dir das Leben zu lieblich ein, da blüht dir zu freudiger Mut!
- Siehst die Mädchen so frank und die Männer so frei,
als wär es ein adlig Geschlecht, gleich bist du mit glühender Seele dabei; so dünkt es dich billig und recht.
- Und zu Schiffe, wie grüßen die Burgen so schön
und die Stadt mit dem ewigen Dom! In den Bergen, wie klimmst du zu schwindelnden Höhn und blickest hinab in den Strom!
- Und im Strome da tauchet die Nix aus dem Grund,
und hast du ihr Lächeln gesehn, und sang dir die Lurlei mit bleichem Mund, mein Sohn, so ist es geschehn:
- Dich bezaubert der Laut, dich bethört der Schein,
Entzücken faßt dich und Graus. Nun singst du nur immer: Am Rhein, am Rhein! und kehrst nicht wieder nach Haus.
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