Bald gras ich am Neckar |
| Geschrieben von: Text aus "des Knaben Wunderhorn", 1808; Melodie um 1830 |  |
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- Bald gras ich am Neckar, bald gras ich am Rhein,
bald hab ich ein Schätzel, bald bin ich allein.
- Was hilft mir mein Grasen, wenn d´Sichel nit schneidt;
was hilft mir ein Schätzel, wenn´s bei mir nicht bleibt !
- Und soll ich denn Grasen am Neckar am Rhein,
so werf ich mein schönes Goldringlein hinein.
- Es fließet im Neckar, es fließet im Rhein,
soll schwimmen hinunter in´s tiefe Meer hinein.
- Und schwimmt es, das Ringlein, so frißt es ein Fisch,
das Fischlein soll kommen auf´n König sein Tisch.
- Der König tät sagen, wem´s Ringlein soll sein.
Da tät mein Schatz sagen :"Das Ringlein g´hört mein."
- Mein Schätzlein tät springen bergauf und bergein,
tat mir wiederbringen das Goldringlein fein.
- Kannst grasen am Neckar, kannst grasen am Rhein,
wirf du mir nur immer dein Ringlein hinein.
aus "des Knaben Wunderhorn", 1808; Volksweise, um 1830
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