Es sehnt die qualerfüllte Brust |
| Geschrieben von: Hans Glauning, 1944; Weise: Ludwig Pieper |  |
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- Es sehnt die qualerfüllte Brust
in meines Elends grauen Tagen die Zeit zurück, da ich mit Lust das bunte Burschenband getragen. |: Zur Zeit, von der mich vieles trennt, war ich in Marburg ein Student. :|
- Die Wettergasse, eng gebaut
mit Giebelhäusern, altersschiefen, hat manchen Übermut geschaut, als friedlich alle Bürger schliefen. |: Da zog in frohem Sturm und Drang der Bundesbrüder Schar entlang. :|
- An spitzen Dächern ging's vorbei,
als ich zum Schloß empor gestiegen. Ein Lockenköpfchen war dabei. Die Rosenhecke blieb verschwiegen |: Und rings zog jubelnd ihre Bahn durchs grüne Tal die junge Lahn. :|
- Wie fahren wir von unserem Haus,
als grad die Sonne aufgegangen, ins schöne Hessenland hinaus! Wir saßen noch beim Wein und sangen. |: Begrenzt vom blauen Himmelszelt erstrahlte morgenfrisch die Welt. :|
- Und kam mir auch des Lebens Last
mit ihren Kämpfen, ihren Pflichten: was, Marburg, du gegeben hast, kann weder Not noch Zeit vernichten, |: So daß voll Dank mein Lied bekennt: ich war in Marburg ein Student.
Hans Glauning, 1944; Weise: Ludwig Pieper
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