Gold und Silber

Gold und Silber

Geschrieben von: Weise: Franz Behr    PDF
  1. Gold und Silber lieb' ich sehr, kanns auch sehr gebrauchen,
    hätt' ich nur ein ganzes Meer, mich hinein zu tauchen;
    's braucht nicht grad geprägt zu sein, hab's auch so ganz gerne,
    |: sei's des Mondes Silberschein, sei's das Gold der Sterne. :|

  2. Doch viel schöner ist das Gold, das vom Lockenköpfchen
    meines Liebchens niederrollt in zwei blonden Zöpfchen.
    Drum, mein liebes Kind, lass uns herzen, küssen,
    |: bis die Locken silbern sind und wir scheiden müssen. :|

  3. Seht, wie blinkt der goldne Wein hier in meinem Becher;
    horcht, wie klingt so silberrein froher Sang der Zecher;
    dass die Zeit einst golden war, will ich nicht bestreiten,
    |: denk' ich doch im Silberhaar gern vergangner Zeiten. :|

Weise: Franz Behr